Salzburger Barockmuseum

 

Das Salzburger Barockmuseum eröffnete den Kulturherbst am 16. September 2005 mit der Ausstellung „Johann Georg Itzlfeldner (1705 – 1790) – Bildhauer in Tittmoning – Sein Wirken beiderseits der Salzach – Zum 300. Geburtstag“. Itzlfeldner zählte zu den bedeutendsten Kunsthandwerkern der Stadt Tittmoning.

Seine Werke zeichnen sich durch einen eigenen liebevollen salzburgisch-bayerischen Rokokostil aus und finden sich verstreut in der Region. Itzlfeldner schuf Inneneinrichtungen für die Kirchen im ehemaligen Reichsfürstentum Salzburg und in den nördlich angrenzenden bayerischen Gebieten. Zu seinen Werken gehörten ganze Altaraufbauten mit Figuren von Engeln und Heiligen, Kanzeln und Tabernakel. Er schuf Skulpturen und Grabdenkmäler in Stein und Stuckverzierungen an Emporen. Für seine Arbeiten fertigte er interessante und detailgetreue Entwurfszeichnungen und kleine Modelle oder Bozzetti in Holz oder in Ton an (Ausstellungsdauer: 16.9. bis 26.10.2005)
Die Sonderausstellung „Salzburger Schätze aus Privatbesitz“ wird am 6. November 2005 eröffnet. Anlass dafür ist das 25-jährige Bestehen des Vereines „Freunde der Salzburger Geschichte“.

Barockmuseum
 

Salzburger Landestheater

Bühne des Landestheaters

Das Salzburger Landestheater ist nicht erst seit Mozarts Zeiten ein Zentrum der darstellenden Künste, heute bietet es ein breites Spektrum von Oper und Operette bis zum Ballett und Schauspiel. Geschichte: In Salzburg stand schon in der Barockzeit das Theater- und Komödiantenwesen in voller Blüte. Trotzdem gab es lange Zeit kein öffentliches Theaterhaus. Das Hoftheater, in dem der Erzbischof den Aufführungen beiwohnte, war in der Residenz untergebracht; gespielt wurde auch in der Universität, im Rathaus oder in verschiedenen Wirtshäusern.


Die Situation änderte sich erst, als im Jahre 1772 Erzbischof Hieronymus von Colloredo an die Macht kam. Dieser war ganz dem Geist der Aufklärung verpflichtet und wollte das Theaterwesen in Salzburg von Grund auf modernisieren. Hieronymus betrachtete das Theater als Bildungs- und Erziehungseinrichtung, deshalb sollte es breiten Kreisen zugänglich gemacht werden. Trotz aller Bemühungen konnte erst 1775 das alte Ballhaus am Makartplatz als Aufführungsort adaptiert werden. Nach einem Umbau glich das Theater eher einem Getreidekasten als einem Haus der Künste. Später wurde das Haus am Marktplatz noch zweimal umgebaut, nämlich von 1787 bis 1791 und 1892, bis es sein heutiges Aussehen bekam.

Landestheater

Festspielhäuser

Festspielhaus

Am Fuße des Mönchsbergs, dem sogenannten Festspielbezirk. Das Kleine Festpielhaus entstand 1924/26. Das Große Festspielhaus erbaute Clemens Holzmeister 1956-1960. Felsenreitschule, 1693 nach Plänen Fischers von Erlach erbaut. Hauptveranstaltungsorte der jährlich stattfindenden Salzburger Festspiele. Die nahgelegene Pferdeschwemme wurde 1695 von Michael Bernhard Mandl geschaffen.

Das Große Festspielhaus wurde nach den Plänen des österreichischen Architekten Clemens Holzmeister gebaut und 1960 durch Herbert von Karajan eröffnet. Die Fassade des von Fischer von Erlach entworfenen barocken Pferdestalles wurde erhalten, auch in den Pausenfoyers bleiben Anklänge an die frühere Verwendung. Das Haus enthält 2.177 Sitzplätze mit ausgezeichneter Sicht. Es wird für Opernvorstellungen und große Konzerte genützt. Die Konzertmuschel entwarf der Bühnenbildner Richard Peduzzi. Das Portal der Hauptbühne kann zwischen 14 und 30 Metern verändert werden.

Das Kleine Festspielhaus ist mit 1.324 Sitz- und 60 Stehplätzen gar nicht klein. Es wurde erstmals 1924 provisorisch errichtet und mehrfach verändert - zuletzt 1963 durch die Architekten Hans Hofmann und Erich Engels. Die Eingangshalle schmückt ein berühmtes Fresko von Anton Faistauer aus dem Jahre 1926.

Felsenreitschule

Die Felsenreitschule wurde vor über 300 Jahren für das Training der erzbischöflichen Kavallerie geschaffen. Im Foyer weist ein über 700 Quadratmeter großes Fresko auf eine Reiterkunst hin, die man "Türkenstechen" nannte. 1926 zogen hier die Salzburger Festspiele ein. Dieses Freilufttheater eignet sich vorzüglich sowohl für Oper und Konzert als auch für das Sprechtheater. Es enthält 1.549 Sitzplätze.

Der Domplatz, würdiges Atrium für den Dom, ist seit 1920 der unvergleichliche Spielort für das Traditionsstück "Jedermann". Die Statuen der schön gestalteten Fassade des Salzburger Domes verbinden Welt- und Landeskirche: Petrus und Paulus mit den Salzburgern Rupert und Virgil. Darüber stehen die vier Evangelisten, im Giebel sieht man den Weltenherrscher über Moses und Elias. In der Mitte des Platzes befindet sich die von Wolfgang und Johann Baptist Hagenauer 1766 bis 1771 unter Erzbischof Sigismund Graf Schrattenbach errichtete Mariensäule.

Der stimmungsvolle Große Saal des Mozarteums wurde 1914 eingeweiht und faßt 807 Sitzplätze. Die Festspiele nützen ihn für Konzerte. Das Landestheater mit 732 Sitzplätzen wurde 1893 eingeweiht und 1978 renoviert. Es gilt als ideales Schauspielhaus. Hier wurden z.B. fünf Werke von Thomas Bernhard uraufgeführt.
Die 1707 eingeweihte, von Fischer von Erlach entworfene Universitätskirche ist ein begehrter Ort nicht nur für klassische geistliche Musik, sondern auch für die schwierigen Kompositionen moderner Meister. Geistliche Konzerte werden auch im Dom und in der Stiftskirche St. Peter veranstaltet.