Geschichte der Stadt Eisenstadt

Eisenstadt

Eisenstadt liegt am südl. Fuße des Leithagebirges auf einer allmählich zur Wulkaebene abfallenden Terrasse in einer Seehöhe von 182 m (Meteorologische Station 230 m). Dem Ost-West-Verlauf der Terrasse folgte ursprünglich auch die Ausdehnung der Stadt von Oberberg-Eisenstadt im Westen bis zur Kaserne im Osten. Erst später begann sie sich nach dem Süden gegen die Wulkaebene hin und in den letzten Jahrzehnten auch nach Norden die Hänge des Leithagebirges empor auszubreiten, wo nach und nach die Weingärten neuen Siedlungen weichen mußten. Geschützt von dem bis über 400 m emporragenden Kamm des Leithagebirges, der von dichten Laubwäldern bedeckt ist, reifen auf den klimatisch günstigen Hängen Weintrauben, Marillen, Pfirsiche und Mandeln. Soweit das Auge reicht, ist alles mit Weinreben bepflanzt, die auch die Stadt von allen Seiten umsäumen. Im Stadtteil Oberberg beeindruckt die Bergkirche mit dem wohl einzigartigen Kalvarienberg und dem Haydnmausoleum. Den Stadtteil Unterberg charakterisieren das ehemalige jüdische Viertel und der alte jüdische Friedhof. Das westlich von Eisenstadt gelegene Winzerdorf Kleinhöflein war im Mittelalter Bestandteil der Herrschaft Eisenstadt, kam im 17. Jahrhundert in den Besitz der Familie Esterházy und wurde 1970 eingemeindet. Mehrere aus dem 17. und 18. Jahrhundert erhaltene Höfe mit ihren rustifizierten Einfahrtstoren schaffen die gemütliche Atmosphäre für die Heurigenschenken im östlich von Eisenstadt gelegenen Stadtteil St. Georgen. Die Inschrift "Marcus Atilius" auf dem sogenannten Attilastein aus dem 1. Jahrhundert nach Christus vor dem Dorfbrunnen weist auf die römische Kultur in diesem Gebiet hin.


Burg Güssing

Burg Güssing

Auf einem längst erloschenem Vulkankegel thront die 1157 als Wehranlage errichtete älteste Burg des Burgenlandes. Nach mehrmaligem Besitzwechsel gelangte sie 1524 in den Besitz der Familie Battyány. Zur Abwehr der Gefahren aus dem Osten wurde sie im 16. und 17. Jahrhundert zu einer ziegelgemauerten Festung ausgebaut. Mit dem Verlust ihrer strategischen Bedeutung gab man die Burg im 18. Jh. dem Verfall preis, da die damalige "Dachsteuer" eine Erhaltung für den Besitzer unerschwinglich machte. Seit 1870 steht sie im Eigentum einer Stiftung. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten präsentiert sich die Burg nun in jenem Zustand, wie vor 200 Jahren.

2000 - 2003 wurde die Ausstellung auf der Hochburg mit eigenen Kunstschätzen, der Illig-Sammlung von der Burg Schlaining und mit privaten Leihgaben neu gestaltet. In 20 Ausstellungsräumen lassen 5.000 Exponate die Vergangenheit lebendig werden.


Gloriette

10 Jahre nachdem die Eisenstädter Gloriette 1995 einem Brand zum Opfer gefallen war, erstrahlt die „Alm", wie die Gloriette von den Eisenstädtern liebevoll genannt wird, in neuem Glanz. Das Gebäude kann auf eine sehr abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken, sowohl was die Eigentumsverhältnisse als auch die Nutzung betrifft. 1934 von der Stadtgemeinde Eisenstadt gekauft, 1938 an den Autobusfabrikanten Fross-Büssing verkauft und 1947 wieder zurück gekauft. Das vom Architekten Charls de Moreau entworfene, klassizistische Gebäude diente schon sowohl als Stiftermal, Herrschaftsvilla und Lust- oder Jagdschloß, als auch als Jugendherberge und Gasthaus.

Gloriette

Altes Rathaus

Altes Rathaus
Altes Rathaus in Eisenstadt

Europaplatz

Das Landhaus am Eisenstädter Europaplatz ist Sitz der Burgenländischen Landesregierung, des Burgenländischen Landtages und des Amtes der Burgenländischen Landesregierung. Mit der Eingliederung des Burgenlandes in die Republik österreich als eigenes Bundesland im Jahre 1921 hatte das Land auch die bisherige Verwaltungszentrale ödenburg verloren. Nach der Entscheidung über den Sitz der Landesregierung und des Landtages begann noch 1925 die vorbereitenden Arbeiten zum Bau des Regierungsgebäudes in Eisenstadt.

Landhaus
Geschichte Eisenstadt